Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld

Kurzarbeitergeld



Im Zuge der Corona-Virus-Krise hat die Bundesregierung zahlreiche Maßnahmen beschlossen. Damit viele Firmen, die aufgrund von Geschäftsschließungen oder fehlender Auftragslage nicht zahlreiche Kündigungen aussprechen müssen, hat die Bundesregierung den Zugang zum Kurzarbeitergeld bis zum 31.12.2020 erleichtert. Es gibt vier Voraussetzungen, die allesamt erfüllt werden müssen:
1. Erheblicher Arbeitsausfall mit Entgeltausfall
2. Betriebliche Voraussetzungen
3. Persönliche Voraussetzungen
4. Anzeige bei der Bundesagentur für ArbeitNähere Informationen zu den
Voraussetzungen finden Sie hier: https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

Die Höhe des Kurzarbeitergeldes beträgt für die meisten Arbeitnehmer 60 Prozent des Nettoentgelts. In dem Fall, dass ein Kind mit im Haushalt lebt, erhalten sie 67% ihres ausgefallenen Nettoentgeltes. Das Kurzarbeitergeld kann vom Arbeitgeber für Mitarbeiter beantragt werden. Sofern keine Betriebsvereinbarung mit dem Betriebsrat getroffen wurde, müssen betroffene Arbeitnehmer der Kurzarbeit zustimmen. Kurzarbeitergeld wird als Leistung der Arbeitslosenversicherung von der Agentur für Arbeit bezahlt. Für den Betrieb entstehen keine Kosten, denn die Sozialversicherungsbeiträge (abzüglich Arbeitslosenversicherung) werden komplett übernommen. Das Kurzarbeitergeld wird vom Arbeitgeber bezahlt, der das Geld anschließend von der Arbeitsagentur erstattet bekommt.
Maximal kann Kurzarbeit für 12 Monate gewährt werden. Wird die Arbeit in der Zwischenzeit wieder voll aufgenommen, führt das zu einer entsprechenden Verlängerung des Anspruchs. Der Zeitraum für mehr als 3 Monate unterbrochen, ist eine neue Anzeige notwendig. Die mögliche Förderung beträgt dann wieder 12 Monate, falls der Arbeitgeber die Arbeitszeit seiner Mitarbeiter wiederholt reduzieren muss.

Wichtiger Hinweis:
Der vollständig ausgefüllte Antrag mit den verschiedenen Unterlagen muss fristgerecht bis zum Monatsende bei der Bundesagentur schriftlich vorliegen. Ansonsten kann für den Monat keine Kurzarbeit gewährt werden. Die Neuregelung ermöglicht eine Beantragung des Kurzarbeitergeldes rückwirkend zum 01. März 2020.Arbeitgeber und -nehmer müssen aber zuvor ihr Möglichstes tun, um den Arbeitsausfall zu verhindern, zumindest aber zu vermindern.Weitere Informationen zum Kurzarbeitergeld finden Sie bei Ihrer Agentur für Arbeit.



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