Hafen Heilbronn

Hafen Heilbronn

Der Heilbronner Hafen ist mitunter der wichtigste Hafen am Neckar und dazu einer der größten Binnenhäfen Deutschlandweit. Der Hafen ist außerdem Ausgangs- bzw. Endpunkt für Schiffstransporte zu oder von den größten deutschen, niederländischen und auch belgischen Seehäfen sowie den Industriezentren an Rhein und Ruhr.

Die Hauptumschlags Materialien und Güter wie Kies, Sand, Steinsalz, Kohle, Mineralöle, Holz und Futtermittel verteilen sich an den rund sieben Kilometer langen Kais. Eine Besonderheit in Süddeutschland stellt der Schwergutkai dar, der den Umschlag von schweren Industrieprodukten mit Stückgewichten bis 350 Tonnen ermöglicht.

Jüngste Ergänzung des Heilbronner Hafens ist der Containerterminal, der an der Nordspitze des Areals errichtet wurde. Auf einer Gesamt Fläche  von insgesamt 22.000 Quadratmetern wurden ein Liegeplatz für ein Motorschiff sowie die entsprechenden Kran- und Gleisanlagen installiert.

Die Zahlen sprechen für sich: Betriebsfläche 78 Hektar, davon 27 Hektar Wasserfläche, Kailänge 7,2 Kilometer, Industrie- und Hafenbahn mit 17 Kilometer Gleisnetz, Freilagerfläche 249.000 Quadratmeter, gedeckte Lagerfläche 106.000 Quadratmeter, Tankraum 51.000 Kubikmeter.

Umschlagseinrichtungen: 34 Krananlagen (fünf bis 20 Tonnen Hubkraft), drei Getreideförderungsanlagen, drei Umschlaganlagen für Öl, fünf Salzschütten, Schwergutkai für Kolli bis 400 Tonnen für den Roll-on-/Roll-off-Verkehr.

Umschlag 2015: 2,8 Millionen Tonnen.

Containerterminal Heilbronn

Seit 2012 wird der Heilbronner Hafen durch einen Containerterminal verstärkt. Errichtet wurde er an der Nordspitze des Areals Wohlgelegen.

Auf einer Gesamt Fläche von rund 22.000 Quadratmetern befinden sich ein Liegeplatz für ein Motorschiff sowie die entsprechenden Kran- und Gleisanlagen.

Der Container Terminal ist nicht nur an das Wasserstraßennetz und das Straßennetz angeschlossen, sondern auch an die nahe Industrie- und Hafenbahn. Zusammen mit der geplanten Verlängerung von 26 Neckarschleusen zwischen Plochingen und Mannheim für moderne 135-Meter-Schiffe werden so Top Voraussetzungen geschaffen, um mehr Güter von der Straße auf das Wasser und die Schiene zu bringen.

Die Investitionsvolumen für den Terminal beliefen sich auf ca. 17 Millionen Euro, davon wurden 11 Millionen Euro vom Bund getragen. Den Rest finanzierte die Heilbronner Versorgungs GmbH als Betriebsführerin des Hafens. Die Stadtwerke Heilbronn GmbH investierte knapp 9 Millionen Euro in die Erneuerung der Hafenbahnbrücke.

Pächterin des Containerterminals ist seit 2018 die Heilbronner Spedition Wüst. Zusammen mit der Spedition Karl Schmidt, ebenfalls Heilbronn, ist sie auch Betreiberin.

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