MADE IN GERMANY 2019: Auswahl der Produktionen des diesjährigen interkulturellen Theaterfestivals steht fest!

Theaterfestival MADE IN GERMANY

Vom 13. bis zum 17. November 2019 veranstaltet das Forum der Kulturen gemeinsam mit elf Stuttgarter Partnertheatern und nun bereits zum sechsten Mal das Theaterfestival MADE IN GERMANY, das die Vielfalt interkultureller Produktionen aus ganz Deutschland zeigt. Nachdem die Bürgerjury des Festivals einen intensiven Auswahlprozess abgeschlossen und ihre Entscheidung Ende Mai den teilnehmenden Veranstaltungshäusern präsentiert hat, wird diese Auswahl nun auch der Öffentlichkeit vorgestellt. Gemeinsam ist allen ausgesuchten Stücken die inhaltliche und künstlerische Auseinandersetzung mit Aspekten, Potenzialen, aber auch Herausforderungen der postmigrantischen Gesellschaft.

Bereits zum sechsten Mal veranstaltet das Forum der Kulturen Stuttgart e. V. gemeinsam mit Stuttgarter Kultureinrichtungen im Herbst 2019 das interkulturelle Theaterfestival MADE IN GERMANY, das die Vielfalt der Produktionen in den Fokus stellt. Dabei werden sowohl Inszenierungen von Theaterhäusern als auch Projekte freier Künstler*innen bedacht. Das Spektrum reicht von klassischem Sprechtheater über Tanz-, Musik- und Figurentheater, Performance bis hin zu Kinder- und Jugendtheater. Die inhaltliche und künstlerische Auseinandersetzung mit Aspekten, Potenzialen, aber auch Herausforderungen der postmigrantischen Gesellschaft findet sich im gesamten Programm wieder.

Für die Auswahl der Inszenierungen zeichnete sich auch dieses Jahr eine Bürgerjury aus theaterinteressierten Zuschauer*innen verantwortlich, deren Zusammensetzung die Vielfalt der Stadtgesellschaft widerspiegelt. Diese hervorgehobene Bürgerbeteiligung stellt eine Besonderheit in der deutschen Kulturlandschaft dar.

Die intensive und komplexe Arbeit der Bürgerjury – mehr als 120 Produktionen wurden insgesamt eingereicht – führte Ende Mai zur Auswahl der nun feststehenden, professionellen Produktionen.

Ziel und damit wesentliches Auswahlkriterium der Jury war es, mit dem Programm eine hohe Diversität in den Hintergründen der beteiligten Künstler*innen, in den Inszenierungen, in der Theatererfahrung des potentiellen Publikums sowie in möglichen Geschmäckern und Meinungen der Zuschauer*innen abzubilden. Ebenso die künstlerische Qualität, deren Definition individuell und immer wieder neu überdacht werden muss, spielte bei der Entscheidung darüber, welche professionellen Produktionen 2019 im Rahmen von MADE IN GERMANY gezeigt werden, eine bedeutende Rolle. Das nun veröffentlichte, vielfältig zusammengesetzte Programm spiegelt nicht nur die vielschichtigen Aspekte des besonders konstruktiven Auswahlprozesses wider, sondern auch die Diversität in der Zusammensetzung der Bürgerjury: Jedes Jurymitglied konnte einen seiner klaren Favoriten aus den vielen eingereichten Produktionen in das finale Programm einbringen.

Ein weiteres wichtiges Anliegen der Juror*innen war und ist es, mit der Programmauswahl für Menschen Zugänge zu schaffen, die bisher keine Berührungspunkte mit dem Theater hatten – und gleichzeitig „geübte“ und regelmäßige Theaterbesucher*innen anzusprechen.

Mit bedachtem und kritischem Blick einigten sich die Juror*innen von MADE IN GERMANY 2019 auf elf Theaterproduktionen und einen Film – im Hinblick auf ein diverses und neu zusammengesetztes Publikum.

Auf dem Festivalprogramm 2019 stehen:

theaterperipherie Frankfurt: Allah liebt Man(n)

www.theaterperipherie.de/aktuelle-st%C3%BCcke/allah-liebt-man-n/

Das sagt die Jury: „Ein bewegendes Theaterstück über Homosexualität in der orientalischen Mystik seit dem Mittelalter.“

Christoph Winkler, Berlin: Shut up and dance

www.christoph-winkler.com/produktionen/shut-up-and-dance/

Das sagt die Jury:

Ein mitreißendes Tanzstück für alle Altersklassen, eine sehr interessante Verbindung von Sprache und Tanz, eine tolle Übersetzung fremder Sprache in Bewegung.“

„Die schönsten popkulturellen Referenzen, eingebettet in den Tanz.“

 Theater der jungen Welt, Leipzig: Der Vogel anderswo

www.theaterderjungenweltleipzig.de/wann-und-was/stueckdetail/der-vogel-anderswo/

Das sagt die Jury: „Sehr schönes und rührendes Theaterstück über Flucht, basierend auf einem syrischen Märchen für Kinder ab 4 Jahren und Erwachsene.“

 Deutsches Schauspiel, Hamburg: Ellbogen

www.schauspielhaus.de/de_DE/stuecke/ellbogen-14.1126024

Das sagt die Jury: „Beeindruckende schauspielerische Leistung im Stück über Migrationsschwierigkeiten der jüngsten Generation türkischer Einwanderer.“

Ballhaus Naunystraße, Berlin: Jung, giftig und schwarz

ballhausnaunynstrasse.de/stueck/jung_giftig_und_schwarz

Das sagt die Jury:

„Schwarzer Feministinnen-Blick auf den Alltagsrassismus in der Hauptstadt Berlin mit gaaaanz viel Humor! Integration der zweiten und dritten Generation. Sehr lustig gemacht. Stark gespielt.“

Schauburg, München: Nothing Twice

www.schauburg.net/de/nothing-twice

Das sagt die Jury: „Ein unterhaltsames Theaterstück über die zeitgenössische Jugendmusik und -bewegung als verbindendes Element zwischen Kulturen.“

Casamax Theater, Köln: Heimat A. T.

www.casamax-theater.de/2018/06/heimat-a-t-ab-10-jahren/

Das sagt die Jury: „Ein wunderbares Solostück über die Bedeutung von Sicherheit, Fremdsein und Heimat in Deutschlands Klassenzimmern.“

Hans Otto Theater, Potsdam: Occident Express

www.hansottotheater.de/spielplan/a-z/occident-express/

Das sagt die Jury:

„Ein großartiger Beitrag zum verständnisvolleren Umgang mit geflüchteten Menschen.“

„Eine erschütternde Geschichte einer Frau auf der Flucht vor dem Krieg. Die Geschichte hat mich sehr berührt. Unbedingt sehenswert.“

Internationales Frauenzentrum, Bonn: Dörfer der Hoffnung

www.ifzbonn.de/index.php/veranstaltungen/doerfer-der-hoffnung

Das sagt die Jury:

„Unter der Leitung der kolumbianischen Choreographin Bibiana Jiménez zeigen 12 Frauen aus verschiedenen Ländern durch wunderbar getanzte Bilder ihre Fähigkeiten bei der Gestaltung einer Friedenskultur.“

„Das interessanteste Stück zum Thema Frauen in Zeiten von Krieg und Frieden.“

Landestheater Tübingen: Die Bestätigung

www.landestheater-tuebingen.de/spielplan/best-auml-tigung-5608

Das sagt die Jury:

„Das interaktivste Einpersonenstück über Rassismus, Fake News und Holocaust: auf jeden Fall interessant!“

„Sehr gutes Experiment, um aufzuzeigen, wie gleich das Denken bei Menschen sein kann.“

Cie. Freaks und Fremde, Dresden: Der Bau

www.freaksundfremde.com/derbau

Das sagt die Jury:

„Strange Shit! Ein Stück, dass sich am subtilsten und auf der abstraktesten Ebene mit Themen wie Integration, Interkulturalität und Intertextualität beschäftigt.“

„Abgefahrenes Puppenspiel, das auf jeden Fall zum reflektieren einlädt.“

Ma’an Mouslli, Osnabrück: Newcomers (Film)

www.newcomers-film.de

Umrahmt wird das diesjährige Festival von einem interkulturellen Programm mit Eigenproduktionen der beteiligten Stuttgarter Kultureinrichtungen.

Die genauen Spielzeiten und Spielorte sowie weiteres Infomaterial zu den einzelnen Produktionen werden in Kürze bekannt gegeben! 

Quelle: Forum der Kulturen Stuttgart e.V.

 

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